Billie Eilish fordert andere Prominente auf, ICE-Aktionen nach der Schießerei in Minnesota zu verurteilen

3

Billie Eilish hat die jüngsten Maßnahmen der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) nach der tödlichen Erschießung von Alex Pretti durch einen Grenzschutzbeamten in Minneapolis am 24. Januar öffentlich verurteilt. Der Vorfall, der sich während Razzien der ICE in Minnesota ereignete, hat bei jungen Prominenten und Aktivisten Empörung ausgelöst.

Die Erschießung von Alex Pretti und die öffentliche Reaktion

Berichten zufolge war Pretti unbewaffnet, als er von der Grenzpolizei erschossen wurde, obwohl er legal eine Schusswaffe besaß. Eilish teilte zusammen mit ihrem Bruder Finneas Videos und Infografiken auf Instagram, in denen sie die Rechtfertigung der Schießerei kritisierte. Finneas wies auf die Heuchelei der Argumente hin, mit denen der zweite Verfassungszusatz verteidigt und gleichzeitig Gewalt durch die Strafverfolgungsbehörden entschuldigt wurde.

„Jedes Argument, das ich dafür gesehen habe, warum Alex Prettis Tod gestern gerechtfertigt wurde, lautet: ‚Nun, er hatte eine Waffe.‘“

Eilish antwortete frustriert und erklärte, dass Pretti zum Zeitpunkt der Schießerei wehrlos gewesen sei und seine Waffe nicht gezogen habe. Anschließend rief das Paar andere Prominente dazu auf, ihre Plattformen zu nutzen, um sich gegen ICE auszusprechen.

Breitere Kritik an ICE-Taktiken

Dieser Vorfall folgt auf frühere Kritik an der ICE an der Ermordung von Renee Nicole Good, wobei Eilish zuvor erklärt hatte, dass sich die Amerikaner aufgrund der Maßnahmen der Behörde „in unseren eigenen Häusern oder auf unseren Straßen nicht mehr sicher fühlen“. Die zunehmenden Spannungen spiegeln die wachsende öffentliche Missbilligung der Taktiken der ICE und eine breitere Forderung nach Rechenschaftspflicht wider.

Promi-Aktivismus bei Sundance

Beim Sundance Film Festival trugen andere Prominente wie Olivia Wilde einen „ICE Out“-Pin und verurteilten die Situation. Wilde erklärte: „Ich bin entsetzt über diese Mordserie, die wir irgendwie legitimieren und normalisieren.“ Olivia Rodrigo postete ebenfalls ihre Unterstützung und erklärte, dass „das Vorgehen der ICE skrupellos ist, wir aber nicht machtlos sind.“

Die koordinierte Reaktion junger Stars unterstreicht einen Wandel im Promi-Aktivismus, bei dem prominente Persönlichkeiten ihre Plattformen zunehmend nutzen, um politische und soziale Themen direkt anzusprechen. Der Aufruf an andere Prominente, sich zu Wort zu melden, unterstreicht die Erwartung, dass Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ihren Einfluss nutzen werden, um systemische Veränderungen zu fordern.

Die Situation in Minnesota, gepaart mit breiterer Kritik an der ICE, unterstreicht die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Überprüfung der Strafverfolgungstaktiken und der Einwanderungspolitik. Die Aktionen von Eilish, Wilde und anderen zeigen eine wachsende Bereitschaft unter Prominenten, zu kontroversen Themen öffentlich Stellung zu beziehen.