Der Tod der Schauspielerin Catherine O’Hara im Alter von 71 Jahren hat neue Aufmerksamkeit auf einen wenig bekannten Aspekt ihres Lebens gelenkt: eine seltene angeborene Erkrankung namens Situs inversus. Diese Erkrankung, von der etwa 1 von 10.000 Menschen betroffen ist, führt dazu, dass wichtige viszerale Organe aus ihrer normalen Position gedreht oder gespiegelt werden. Im Fall von O’Hara befanden sich ihr Herz und andere Organe auf der gegenüberliegenden Körperseite.
Was ist Situs inversus?
Situs inversus ist keine Krankheit, sondern eine Entwicklungsanomalie. Sie verläuft oft symptomlos und wird nur zufällig bei medizinischen Untersuchungen entdeckt. Kompletter Situs inversus – bei dem alle wichtigen Organe gespiegelt sind – ist selten. Häufiger sind situs mehrdeutig oder Heterotaxie, bei denen die Organplatzierung weniger vorhersehbar ist und zusätzliche Anomalien auftreten können.
O’Haras Bewusstsein und Einstellung
O’Hara sprach in einem früheren Interview offen über ihren Zustand und beschrieb ihn mit Humor. Sie erfuhr davon bei routinemäßigen Tuberkulosetests, die in der Schule ihres Sohnes vorgeschrieben waren. Berichten zufolge war ihr Arzt erstaunt und nannte sie die erste Patientin mit Situs inversus, der er jemals begegnet sei. O’Hara scherzte, dass ihr Mann witzelte, ihre Organe seien „verkehrt herum“ angebracht.
Warum das wichtig ist
Die Tatsache, dass O’Hara trotz dieser Erkrankung ein erfülltes Leben führte, zeigt, wie oft solche Anomalien unentdeckt bleiben und wie wenig sie das tägliche Funktionieren beeinträchtigen. Sie ist eine von vielen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die an dieser Krankheit leiden – darunter Enrique Iglesias und Donny Osmond –, die sich davon weder auf ihre Karriere noch auf ihre Gesundheit auswirken lassen.
O’Haras Fall erinnert uns daran, dass medizinische Unterschiede häufiger vorkommen, als vielen bewusst ist, und dass eine seltene Erkrankung nicht unbedingt ein von Krankheit geprägtes Leben bedeutet.
Das Wiederauftauchen dieses Details nach ihrem Tod ist ein Beweis für ihre Offenheit und die umfassendere Faszination für die einzigartigen Variationen des menschlichen Körpers.
































