Wie lange sollte Ihr Training dauern? Experten wägen ab

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Die meisten Menschen haben nicht die Zeit, stundenlang im Fitnessstudio zu verbringen, und das ist in Ordnung. Der Schlüssel zu effektiver Fitness liegt nicht unbedingt darin, wie lange Sie trainieren, sondern wie Sie trainieren. Anstatt willkürlichen Zeitzielen nachzujagen, konzentrieren Sie sich darauf, die Effizienz zu maximieren und Ihr Training an Ihren spezifischen Zielen auszurichten.

Der Mythos von der perfekten Trainingsdauer

Es gibt keine allgemeingültige Antwort. Laut Natalya Vasquez, zertifizierter Personal Trainerin und Gesundheitscoach, hängt die ideale Trainingsdauer ganz von Ihrem Fitnessniveau, Ihren Zielen und Ihrem Zeitplan ab. „Mehr Bewegung ist nicht immer besser“, erklärt sie. Qualität geht vor Quantität.

Kurze Ausbrüche können kraftvoll sein

Der Trend zu „Workout-Snacks“ – kurzen, 10 bis 15-minütigen Trainingseinheiten – nimmt aus gutem Grund an Fahrt auf. Selbst kurze Aktivitätsschübe können Sie auf dem Laufenden halten und Ihre Stimmung heben. Diese sind besonders nützlich, wenn die Zeit begrenzt ist.

Anpassung der Dauer an Ihre Ziele

Die Art des Trainings hat einen entscheidenden Einfluss darauf, wie lange es dauern sollte.

  • Gewichtheben: Sitzungen können zwischen 30 Minuten (für eine einzelne Muskelgruppe) und einer Stunde (für mehrere Muskelgruppen) dauern. Volumen – Wiederholungen multipliziert mit Sätzen und Gewicht – ist wichtiger als Zeit. Das Gesundheitsministerium empfiehlt Krafttraining mindestens zweimal pro Woche.
  • Cardio: Die American Heart Association empfiehlt wöchentlich mindestens 150 Minuten Cardiotraining mittlerer Intensität oder 75 Minuten Cardiotraining hoher Intensität. Eine 20-minütige HIIT-Sitzung kann so viele Kalorien verbrennen wie eine Stunde moderates Cardiotraining.
  • Bodyweight-Training: Effektive Bodyweight-Workouts können in nur 20 Minuten absolviert werden und fordern Ihre Muskeln ohne Ausrüstung. Studien zeigen, dass auch kürzere HIIT-Sitzungen die Fitness deutlich verbessern können.
  • Yoga und Pilates: Sitzungen dauern in der Regel 20–60 Minuten. Untersuchungen haben gezeigt, dass bereits 12 Minuten tägliches Yoga für die Knochengesundheit von Vorteil sind. Pilates, das ein- bis dreimal pro Woche durchgeführt wird, kann die Beweglichkeit verbessern und Rückenschmerzen lindern.

Hören Sie auf Ihren Körper (und Geist)

Erschöpfung zu überwinden ist nicht gleichbedeutend mit Fortschritt. Wenn Sie geistig ausgelastet sind oder Ihre Form nachlässt, ist ein kürzeres, konzentriertes Training besser. Haben Sie Angst vor dem Training wegen seiner Länge? Das ist ein Zeichen, dass Sie Ihre Programmierung anpassen sollten.

Ruhe und Erholung sind entscheidend

Ruhetage sind ebenso wichtig wie Bewegung. Planen Sie zur Muskelregeneration mindestens einen vollen Ruhetag pro Woche ein, insbesondere nach intensiven Trainingseinheiten. Wenn Sie neu im Fitnessbereich sind, beginnen Sie mit mehr Ruhetagen. Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers: Anhaltender Muskelkater oder Angst sind Anzeichen dafür, dass Sie eine Pause brauchen.

Das Fazit: Optimieren Sie Ihr Training, indem Sie die Dauer an Ihre Ziele anpassen, auf Ihren Körper hören und Qualität Vorrang vor Quantität geben. Eine gut strukturierte 20-minütige Sitzung kann effektiver sein als eine anstrengende, unkonzentrierte Stunde.